
Während sich die Südtirolerinnen und Südtiroler einen politischen Wechsel personeller und inhaltlicher Natur erwartet haben, hält die SVP in ihrer gewohnten Arroganz an ihrer Machtpolitik fest. Der Wählerwillen wurde mit Füssen getreten und zwar sowohl nach innen als auch nach außen. Die von einigen SVP-Neulingen groß angekündigte Revolution ist ausgeblieben und Landeshauptmann Durnwalder, vom Wähler ebenso abgestraft wie seine Partei, hält an seinem bisherigen Kurs fest. Seine jüngste Kritik am Rechnungshof entblöst das „System Südtirol“, deren Macher nicht einmal von einer Einbindung der Justiz in die Politik zurückschrecken, eindrucksvoll. Der Landeshauptmann und seine Partei wollen es nach wie vor nicht wahrhaben, dass die Freiheitlichen mit ihrem Motto „Südtirol gehört Dir – dafür sorgen wir!“ die Südtiroler Politik auf den Punkt gebracht haben. Nach wie vor steht die Partei im Vordergrund und nicht der Mensch – deutlicher hätte es das Gerangel um die gut dotierten Posten und Pöstchen nicht zeigen können. Nach jahrelanger Aufklärungsarbeit der Freiheitlichen hat die SVP kurz vor den Wahlen versucht, freiheitliche Themen aufzugreifen und sie hat mit verschiedenen „Wahlzuckerlen“ zwar versucht, mit freiheitlichen Themen ihr Debakel abzuwenden, die Menschen haben ihr aber nicht mehr geglaubt. Die Senkung der Autosteuer, die Senkung der IRAP, die Erhöhung des Kindergeldes, die Abschaffung des Tickets auf Spitalsaufenthalte, um nur einige zu nennen, wurden von den Bürgern als freiheitliche Grundforderungen erkannt. Der zweite Wahlslogan „Einheimische zuerst“ hat ebenfalls viele Menschen überzeugt. Der Versuch der SVP, uns mit Hilfe eines Teiles der Medien ins „rechte Eck“ zu stellen, ist ins Leere gegangen. Die Bürger sind auch in Südtirol mündiger geworden und haben unsere Botschaft und das Ränkespiel der Mächtigen verstanden.
Der ganze Beitrag hier
der offene Brief von Arnold Tribus
an den Landeshauptmann Durnwalder

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