Bittere RealitätVor allem aber bitten die Pädagogen um Aufmerksamkeit, um mehr Wertschätzung für ihre aufreibende Arbeit und eine ehrliche Diskussion über all das, was diese so oft vergeblich macht. Nicht erst jetzt, denn die Fakten, die die Situation an den meisten Schulen des Regierungsbezirkes beschreiben, sind bekannt und beunruhigend waren sie auch schon vor zehn Jahren. Doch ist das, was damals sehr wenige Mutige ab und an prognostizierten - um sofort zum Schweigen gebracht zu werden -, längst bittere Realität.
Denn zum alten, in- wie auswendig aufgemöbelten Verwaltungsbezirk Mitte mit Kanzleramt, Regierungsviertel, Friedrichstraße, Unter den Linden und Universität sind die schwierigsten sozialen Brennpunkte der Stadt, Wedding und Tiergarten, hinzugekommen. Mit dem statistischen Ergebnis, dass nun schon siebzig Prozent aller Grundschüler eine andere Muttersprache als die deutsche in die Schule mitbringen und das Deutschlernen wenig erfolgreich bleibt. Zum Vergleich: im ostbürgerlichen Pankow sind es nur acht Prozent. Oberschulen, an denen fast ausschließlich Migrantenkinder lernen, zwei Drittel davon aus sozial schwachen Familien, die außerdem in großer Zahl am Fortkommen ihrer Kinder wenig Interesse zeigen, sind die Regel. Die Schulleiter zählen nur die größten Probleme auf: Schuldistanz (Schwänzen), Analphabetentum, Schulabbrecher, zu viele Kinder mit Integrationsstatus (eine gute Sache nur, wenn sie zu verkraften ist). Hinzu kommt der Spitzenplatz in der Intensivtäterkartei, die meisten der jugendlichen Gewaltkriminellen kommen aus türkischen und arabischen Familien
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