
Nobelpreisträgerin Ebadi im Landtag: „Das iranische Volk wird siegen“
Die iranische Friedensnobel-Preisträgerin Shirin Ebadi, die für Narges Mohammadi, die nicht aus dem Iran ausreisen darf, den Langer-Preis entgegen nimmt, wurde heute vom Landtagspräsidium und den Fraktionssprechern empfangen.
„Wir wissen nicht wann, aber wir werden gewinnen.“ Mit diesen Worten schilderte Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi heute im Landtag die Zukunftsperspektiven für ihr Land, in dem die Bürger gegen die Missachtung der demokratischen Regeln demonstrieren.

Dass sie hier ist, ist eine direkte Folge der Politik des iranischen Regimes: Der diesjährigen Trägerin des Alexander-Langer-Preises, der Journalistin Narges Mohammadi, wurde die Ausreise verweigert.
Ebadi selbst befand sich am Tag der Wahlen außer Landes und wollte keine Verhaftung riskieren; statt zurückzukehren hat sie sich an verschiedene europäische Regierungen und die UNO gewandt, um Unterstützung für ihr Land zu erhalten.
Landtagspräsident Dieter Steger hat sich heute gemeinsam mit dem Präsidium und den Fraktionsvorsitzenden des Landtags von Shirin Ebadi die derzeitige Situation im Iran schildern lassen.
„Auch wenn die Demonstrationen friedlich und ohne Worte verlaufen, schlägt das Regime hart zu, und es gibt Tote und Verletzte“, berichtete Ebadi, aber sie bleibt zuversichtlich: „Dem iranischen Volk bleibt keine andere Wahl als zu kämpfen, und es wird weiterkämpfen, aber friedlich, wie es unserer Kultur entspricht.“
Präsident Steger äußerte die Hoffnung, dass der Iran demokratischer wird und vor allem die Menschenrechte respektiert: „Unser Land, das auch kämpfen musste, ist Ihrem Volk nahe.“
Vize-Präsident Mauro Minniti betonte, „dass der Iran und sein Volk nicht mit seinem Präsidenten gleichzusetzen ist“; Zeugnisse wie jenes Ebadis seien wichtig, um Europa endlich aufzuwecken.
Quelle:Dolomiten

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