Algerier kritisieren FIFA
Nach der algerischen Niederlage gegen Ägypten im dramatischen WM-Qualifikationsspiel in Kairo hat der algerische Nationalspieler Khaled Lemmouchia den Fußball-Weltverband FIFA der Parteilichkeit beschuldigt.
Lemmouchia war bei einem Angriff ägyptischer Hooligans auf den algerischen Mannschaftsbus am Kopf verletzt worden und hatte genäht werden müssen.
Die Spieler seien kreideweiß aufs Spielfeld gegangen und die FIFA hätte „unter diesen Umständen“ den Anpfiff untersagen müssen, sagte Lemmouchia der Sportzeitung „L’Equipe“.
„Wenn sie lieber die Ägypter als uns bei der Weltmeisterschaft sehen wollen, dann sollen sie das klar sagen.“ Die Algerier hatten sich vor dem Spiel am Samstag in Kairo schon als Gruppensieger gesehen.
Nach dem 2:0-Sieg der Ägypter durch ein Tor in der Nachspielzeit wurde ein Entscheidungsspiel am Mittwoch im Sudan angesetzt.
Der Sieger dieses Spiels ist für die WM 2010 in Südafrika qualifiziert. Durch das Resultat hatten beide Teams die Qualifikationsgruppe punkt- und torgleich abgeschlossen.
Man habe auf dem Platz gesehen, dass einige Spieler gelähmt gewesen seien, sagte Lemmouchia. Wäre es umgekehrt gewesen, „hätten die Ägypter sofort kehrt gemacht und wären nach Hause gefahren“.
Sie „hätten einen Sieg am grünen Tisch verlangt und erhalten“, sagte Lemmouchia. „Reicht es also, Angriffe zu organisieren, um ein Spiel zu gewinnen?“
Bei ihrer Fahrt vom Flughafen zum Hotel waren am Donnerstag vier algerische Spieler von Steinwürfen verletzt worden. Bei Krawallen in Kairo nach dem Spiel am Samstag wurden zwölf Ägypter und 20 Algerier verletzt.
Nach dem Spiel kam es zu Ausschreitungen. Laut Augenzeugenberichten schritt die Polizei nicht ein, als nach dem Spiel Mannschaftsbus und Busse mit algerischen Fans von Ägyptern mit Steinen und anderen Wurfgeschossen attackiert worden sind. Dabei wurden offenbar drei algerische Fans verletzt.
In Algerien gingen danach die Wogen hoch. Medien schrieben von „Massakern“ und Hinterhalten und von vier getöteten und Hunderten verletzten Algeriern.
Dabei wird die Frage aufgerufen, warum die FIFA zu den Vorfällen schweige und das Spiel nicht verlegt habe, wie es der algerische Verbandspräsident Mohamed Raouraoura gefordert hatte.
Jetzt kursieren in Algerien Aufrufe zum Boykott ägyptischer Produkte und TV-Serien. Tausende algerische Fans wollen mit Sonderflugzeugen zum Entscheidungsspiel nach Khartum zu fliegen.
Ausschreitungen nach Fußballspiel in Marseille
Weitere Ausschreitungen gab es auch in Paris
Die kurzfristige Absage des Spitzenspiels in der französischen ersten Liga zwischen Olympique Marseille und Paris St. Germain wegen der Schweinegrippe hatte Ausschreitungen von Fans zufolge. 19 Reisebusse mit PSG-Anhängern waren auf der Autobahn noch gestoppt und in die Hauptstadt zurückgeschickt worden, aber 800 Fans waren mit Zug oder Auto angereist. Die Polizei hatte sich auf Sicherheitsvorkehrungen rund ums Stadion konzentriert und war überfordert, die Feindseligkeiten in der Innenstadt und in Bahnhofsnähe zu unterbinden. Zwölf Personen wurden nach einer ersten Bilanz verletzt, Dutzende festgenommen. Es kam zu erheblichen Sachbeschädigungen. (Ansa.it)
(le Parisien)
Hundert Menschen verließen Algerien wegen der Gewalt an ägyptischen Staatsangehörigen,Ayman Sayyed, ein ägyptischer Ingenieur kam nach Kairo mit seiner Frau und Tochter, sagte bei der Ankunft, dass am "Sonntag Nacht, 400 Algerier haben das Gebäude belagert, wo wir leben mit anderen Ägyptern.
Zum Entscheidungsspiel in Khartum( Liberte-Algerie )werden 20.000 Algerier erwartet, die in Bussen und Zelten im Freien übernachten werden
Laut der Quelle (le Parisien) und Behörden in der sudanesischen Hauptstadt Khartum wird extrem die Sicherheit verschärft, für das entscheidende Spiel am Mittwoch zwischen Ägyptischen und Algerien für die Qualifikation FIFA WM-2010, sagte ein hoher Beamter. "Wir haben alle unsere Sicherheitskräfte auf ihren höchsten Stand" hinsichtlich der Bereitschaft, "sagte Abdelrahman al-Hidr, Gouverneur von Khartum Staat.Laut Parisien sollen 12.000 Beamte eingesetzt werden Die Behörden haben die Zahl der Zuschauer im Stadion auf 35.000 begrenzt aus Gründen der Sicherheit, hat Dr. Khidr versichert.Etwa 9.000 Sitzplätze wird für die Anhänger der beiden Länder reserviert werden, dann 18.000 Stehplätze insgesamt.
PS:Egal wer gewinnt, die Franzosen können sich schon mal auf "südländische " Feiern einstellen
Das Video OG, war schon mal ein kleiner Vorgeschmack.
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1 Kommentare:
Gewalt unter Muslimen?
Gerne.
Solange die sich selbst dezimieren hat die zivilisierte Menschheit ihre Ruhe.
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