Sonntag, 7. November 2010

Italien-Michael Seifert, der "Henker von Bozen", ist tot

Italien-Michael Seifert, der "Henker von Bozen", ist tot
SS-Naziverbrecher Seifert gestorben
Foto: ansa;Tg1

Rom – In der Nacht vom 5. auf den 6.November 2010 hat der diensthabende
 Arzt des Krankenhauses von Caserta um 4 Uhr morgens den Tod des 86-jährigen Michael Seifert festgestellt.
Der als „Henker von Bozen“ berüchtigte SS-Mann Seifert war zusammen mit Erich Priebke
einer der beiden letzten derzeit in Italien inhaftierten Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkriegs.

Seifert, der bis August 2007 gegen seine Auslieferung aus Kanada gekämpft
hatte und nun nach dreijähriger Haft in Italien verstarb, gilt als einer der
 gewalttätigsten Verbrecher des im Volksmund "KZ Bozen" genannten Durchgangslagers.
 Er soll zahlreiche Menschen, vor allem Frauen, eigenhändig erschlagen und auch lebendig begraben haben.

Die anderen beiden SS-Kriegsverbrecher des Durchgangslagers in Bozen,
 Karl Friedrich Titho und Hans Haage, wurden trotz italienischem Haftbefehl von Deutschland niemals ausgeliefert.
Quelle:Südtirol-News
 Auszüge in Wiki-Pedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Priebke
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Seifert
Durchgangslager Bozen
Das DuLa Bozen war Mitte 1944 errichtet worden. Kommandant des Lagers war der frühere Kommandant des Durchgangslagers Fossoli, SS-Untersturmführer Karl Friedrich Titho. Sein Stellvertreter war SS-Hauptscharführer Hans Haage (1905–1998).

Die Funktion des Lagers bestand zunächst darin, die Gefangenen des Durchgangslagers Fossoli aufzunehmen, das – wegen des Vorrückens der Alliierten Truppen – am 2. August 1944 aufgegeben wurde. Bei den Inhaftierten im DuLa Bozen handelte es sich größtenteils um Menschen, die aus „politischen“ Gründen (Widerstandskämpfer, Antifaschisten, Deserteure, Streikende oder einfach nur unter Verdacht Stehende), oder aus rassistischen Gründen (Juden, Sinti), oder als „Sippenhäftlinge“ (vielfach Familienangehörige von Deserteuren) verhaftet worden waren. Die Inhaftierten waren beiderlei Geschlechts und jeden Alters – über 80-jährige als auch Kinder befanden sich unter den Gefangenen.

Etwa 9500 Menschen[3] – andere Schätzungen gehen von bis zu 11.000 Menschen aus –
 waren im Durchgangslager Bozen inhaftiert. 3.405 wurden in Konzentrationslager deportiert –
 1930 ins KZ Mauthausen, 636 ins KZ Flossenbürg, 609 ins KZ Dachau, 68 Frauen ins KZ Ravensbrück,
 136 ins KZ Auschwitz.[4] 2050 von ihnen kehrten nicht mehr zurück, wurden ermordet.
 Ehe sie deportiert wurden, mussten sie Zwangsarbeit innerhalb des Lagers
(Wäscherei, elektromechanische Werkstatt, Druckerei, Tischlerei, Schneiderei)
oder in einem der Nebenlager (z.B. Virgltunnel / IMI, Kugellagerfabrik oder Sarntal / Straßenbauarbeiten)
verrichten.[5] Die Inhaftierten waren in einer Reihe von Baracken („Blocks“ genannt) untergebracht.
 Innerhalb des Lagers wurde im Oktober 1944 ein Lagergefängnis gebaut mit
rund 30 so genannten „Zellen“. Diese Isolations-Zellen waren Tag und Nacht verschlossen,
 kein Licht konnte in sie dringen und zahlreiche Häftlinge waren in jeweils
einer „Zelle“ eng zusammengepfercht. Die Überwachung dieser „Zellen“ lag in der Hand von
Albino Cologna, Michael Seifert und Otto Sein, die ihm unterstellt waren.
 Seifert ermordete als Aufseher 18 Menschen im Lager.
Zum 97. Geburtstag: Erich Priebke
Wenig Verständniss bringen viele Italiener und Südtiroler auf , daß SS-Hauptsturmführer
 Erich Priebke von manchen Deutschen als "Unschuldig " reingewaschen werden soll.
Es gab keinen einzigen "humanen "SS-Hauptsturmführer, denn indem Falle hätten ihn die SS selbst liquidiert.
Es gibt noch Heute einigen lebende Zeitzeugen, die wissen, wie die SS mit der Gesellschaft umgegangen ist, erst vor kurzem
konnte man das in der ARD-Doku über den Papst Pius der XII sehen.