Dienstag, 29. März 2011

Islam-Terrorismus:Moskau Zwei mutmaßliche Domodedowo-Attentäter festgenommen

Die russischen Sicherheitskräfte haben am Montag in der Teilrepublik Inguschetien zwei mutmaßliche Teilnehmer eines Bombenanschlags auf
den Moskauer Flughafen Domodedowo vom 24. Januar festgenommen.

Das teilte der amtliche Sprecher des Nationalen Anti-Terror-Komitees,
 Nikolai Senzow, Journalisten in Moskau mit. "Zudem wurde ein Stützpunkt der Terroristen,
 in dem unter anderem Selbstmordattentäter ausgebildet werden,
 durch ein Präzisionsschlag der Luftwaffe vernichtet.
Dabei wurden 17 Extremisten getötet." Die Namen der Festgenommenen nannte Senzow nicht.

Beim Bombenanschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo
waren am 24. Januar dieses Jahres 37 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 120 Menschen wurden verletzt.

   
Selbstmordattentäter im Flughafen Domodedowo war Ex-Polizist
Laut Nikolai Rogoschkin, dem Oberbefehlshaber der Bereitschaftstruppen des russischen Innenministeriums, hat der Selbstmordattentäter, der am 24. Januar im internationalen Terminal des
 Moskauer Flughafens Domodedowo eine Bombe gezündet hat, in den Bereitschaftstruppen des russischen Innenministeriums gedient.

Eine DNS-Expertise hatte die Identität des 20-jährigen Attentäters Magomed Jewlojew bestätigt.

„Er diente insgesamt drei Monate in einem Polizeiregiment in Wladiwostok im Fernen Osten, war aber aus gesundheitlichen Gründen abberufen worden“, sagte Rogoschkin.

Der Mann hatte über ein Geschwür geklagt, so der Oberbefehlshaber der Bereitschaftstruppen des russischen Innenministeriums.

„Sogar seine Landsleute haben sich von ihm abgekehrt, weil er das Geschwür vorgetäuscht hat“, so Rogoschkin.

Der Selbstmordattentäter hatte in Domodedowo mitten in der Menschenmenge
einen mit Bolzen und Schrauben gespickten Sprengsatz gezündet.
 Der Anschlag forderte 36 Menschenleben und über 120 Verletzte.

Mehrere Amtspersonen aus dem Inlandsgeheimdienst FSB sind im Zusammenhang
 mit dem Terrorakt im Moskauer Flughafen Domodedowo zur Verantwortung gezogen worden.
 Wie Natalja Timakowa, Pressesekretärin von Präsident Dmitri Medwedew,
am heutigen Dienstag RIA Novosti mitteilte, mussten sie ihre Ämter niederlegen.
(Ria-Nosti) übersetzt (DG-Stevancevic)