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Sonntag, 19. Juni 2011
Italien-Berlusconi "Italien ist ein Scheiß-Land“
Südirol-News berichtet
Auszug von la Stampa
Berlusconi "Italien ist ein Scheiß-Land“
Rom – Nach den Wahlschlappen am 15. Mai in Mailand, Turin und Neapel sowie der Niederlage bei allen
vier Referenden, rastet Premier Silvio Berlusconi aus: „Italien ist ein Scheiß-Land –
so der Ministerpräsident – gäbe es nicht meine Kinder, dann hätte ich schon längst alles
verkauft und wäre auf und davon.“ Was ihm konkret so schlimm an Italien erscheint,
verrät Berlusconi auf seiner Pressekonferenz nicht. Doch ist es mit Sicherheit
keine Anspielung auf die miserable Regierungsperformance.
Was Berlusconi wesentlich nervöser macht als die Wahlschlappen,
sind die Prozesse, die ihn jetzt erwarten, allen voran der neue Skandalprozess um Gianni Letta.
Dieser Prozess könnte sogar einige Minister mit in den Strudel ziehen. Verärgert ist Berlusconi
vor allem deshalb, weil er es als Regierungschef nicht geschafft hat,
die Gesetze zu seinen Gunsten abzuändern. Im Grunde hat er nichts von dem erreicht,
was er vorhatte, und zu allem Überfluss erwägt die Ratingagentur Moody’s nun Italiens Bonitätsnote herabzustufen.
Die Politik der italienischen Regierung lässt so manchen Europäer fassungslos zuschauen.
Bossi zeigt der Nationalfahne den Finger, für Calderoli wurde ein eigenes Ministerium geschaffen,
die Gleichstellungsministerin war ein Kalendergirl, nun nennt der Regierungschef
die Richter ein „Krebsgeschwür“ und sein eigenes Land ein „Scheiß-Land“.
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Wenn Italien durch den Problembären "Bärlusconi" auf höchster Ebene beleidigt wird, dann schreitet
kein Staatsanwalt ein, aber wenn die Südtiroler Freiheit ihm behilflich ist ,die Scheiße wegzufegen,
da sehr wohl fühlen sich die Doppelmoralisten südlich von Salurn gleich beleidigt.
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