Bericht Tagesschau.sf.
Unbekannte haben einen Brandanschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins «Charlie Hebdo» verübt.
Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit der aktuellen Ausgabe,
einem «Sonderheft» zum Wahlerfolg der islamischen Ennahda in Tunesien.
Der Brandsatz wurde gegen 1 Uhr morgen durch ein Fenster in die Redaktionsräume geschleudert.
Verletzte gab es nicht, von der Täterschaft fehlt jedoch jede Spur.
Durch die grosse Hitze und das Löschwasser entstand beträchtlicher Schaden, auch an der IT-Infrastruktur.
Der Chefredaktor sagte, bei der Redaktion seien vor dem Anschlag über Twitter
und Facebook Drohungen eingegangen. Grund ist möglicherweise die
aktuelle Ausgabe. «Charlie Hebdo» erscheint diese Woche als «Charia Hebdo»,
um den «Sieg» der Ennahda-Partei in Tunesien zu «feiern».
Chefredaktor der Nummer ist der Prophet Mohammed. Er ist auf dem Titelblatt abgebildet, welches als einziges vor dem Anschlag im Internet zugänglich war und bereits vor zwei Tagen auf sozialen Netzwerken zirkulierte. Die Printausgabe wurde erst später an die Kioske ausgeliefert.
Mohammed als Chefredaktor – und Clown
Der Titel zeigt Mohammed mit Turban und erhobenem Zeigefinger, dazu den Text: «100 Peitschenhiebe, wenn ihr nicht vor Lachen sterbt!» Das Editorial des Propheten soll nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP den Titel «Apéro Halal» tragen.
Weiter enthalte das Heft Zeichnungen zum Thema «Sanfte Scharia» und, in der Tradition der grossen französischen Blätter, die Beilage «Scharia Madame». Auf der letzten Seite schliesslich Mohammed mit einer Clownnase, mit dem Text: «Ja, der Islam verträgt sich mit Humor!»
Redaktion sieht kein Problem
Ein Problem sah die Redaktion von «Charlie Hebdo» darin nicht.
Es handle sich doch vielmehr um eine reine Blödelei.
Das Team von «Charlie Hebdo» habe seine Arbeit gemacht wie immer. «Der einzige
Unterschied zu anderen Ausgaben ist doch, dass dieses Mal eben Mohammed auf dem Titelblatt ist.»
Die Wochenzeitung hatte sich bereits 2006 mit der Veröffentlichung
von Karikaturen Mohammeds Kritik zugezogen und musste sich sogar vor Gericht verantworten.
Das Verfahren endete mit einem Freispruch. Im Islam ist die Verbildlichung des Propheten verboten.
Quellen:
http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/11/02/Vermischtes/Mohammed-auf-Titelblatt-Anschlag-auf-Satiremagazin
http://www.corriere.it/esteri/11_novembre_02/distrutta-sede-charle-ebdo_1ffb902e-0534-11e1-bcb9-6319b650d0c8.shtml
++Update++
Brandanschlag auf Hebdo und die linken Brandstifter gegen Islamkritik"Eine Reaktion auf ein provokantes Heft?"
fragt das süddeutsche Hetzblatt gegen Islamkritik.
Michael Mannheimer Blog
Mohammed: Massenmörder und Mordprophet





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