Islamischer Winter" Die Rückkehr der Radikalen"
(Kyrill Prjanitschkin, Kommersant.ru)
Die Skeptiker in Bezug auf die Situation Nordafrika und den Nahen Osten scheinen Recht zu bekommen: Der arabische Frühling endet offenbar im islamischen Winter.
Mitte Oktober zogen drei Ereignisse die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf sich: Erstens wurde der langjährige libysche Herrscher Muammar Gaddafi getötet. Zweitens erklärte der Nationalrat Libyen zum freien Land und die Scharia zum neuen Recht. Drittens gewannen die Islamisten die Parlamentswahl in Tunesien. Jedes dieser Ereignisse könnte die Welt von ihren naiven Illusionen bezüglich der Perspektiven dieser Länder befreien. Da sie aber fast gleichzeitig stattgefunden sind, gibt es daran keine Zweifel mehr. Einige Experten haben sich bereits den Begriff „Islamischer Winter“ einfallen lassen.
Die erschreckenden Szenen des Mordes an Gaddafi haben viele Menschen schockiert. Das hatte allerdings kaum etwas mit dem radikalen Islam zu tun. Das hätte wohl jedem gestürzten Diktator der Welt passieren können. Aber im Kontext der darauf gefolgten Ereignisse sind die Bilder mit dem blutenden Gaddafi ein Zeichen dafür, was in allen Ländern des arabischen Frühlings passiert: Überall ist die Macht von säkularen blutrünstigen Tyrannen zu den religiösen, aber auch blutrünstigen Herrschern übergewechselt.
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gelangen, dann Gute Nacht Israel.


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